Hardwareempfehlung für Terminalserver

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Nachdem der Open School Server über die mitgelieferte Boot-CD eine einfache Installation eines komplett konfigurierten Terminalservers innerhalb von 1h ermöglicht, möchten immer mehr Schuladmins auf diese administrationsarme Lösung umsteigen - aber was kostet die Hardware? Aus diesem Grund gibt es hier jetzt ein paar Beispiele, damit sich ein Admin ein paar Ideen holen kann. Summa summarum lassen sich die Beispiele wie folgt zusammenfassen:
  • Ein einfacher Terminalserver kann durchaus recht einfach mit einem ganz normalen "PC von der Stange" realisiert werden. Einzige evtl. auftretende Schwachstelle ist hier die Bestückung des zukünftigen Servers mit RAM, welches aber (auch später noch ) normalerweise leicht nachgerüstet werden kann.
  • Dieser "normale PC" sollte über 100 MB - besser aber über 1GB - an das Netzwerk angebunden sein. Für die Clients reichen ganz normale Netzwerkkarten für erste Versuche aus. Diese können später meist für wenig Geld mit sog. PXE- oder Etherboot-Bootroms nachgerüstet werden oder man Bootet zunächst über eine Bootdiskette, welche man sich hier direkt Online erstellen lassen kann.
  • Für erste Tests eigent sich eine Knoppix-CD, welche frei erhältlich ist und es bei von CD bootfähigen Rechnern ermöglicht, einen Terminalserverbetrieb direkt einmal auszuprobieren.
Wer mehr von seinen System verlangen möchte, der sollte bei der zukünftigen Hardware auf folgende Ausstattungsmerkmale achten:
  • Pro Netzwerksegment und Server sollte man mit maximal 50 Clients planen. Bei noch mehr angebundenen Clients pro Server wird ein 100MB-Netzwerk zum Flaschenhals. Also sind pro Switch maximal 50 Clients eine vernünftige Größe - oder man steigt gleich auf ein komplettes 1GB Netzwerk um.
  • Mehr-Prozessor-System wie z.B. Intel Xeon ab 1 GHz. Wer komplett auf Linux umsteigen möchte und auch keine Ambitionen für Emulator-gestützte Windows-Software mittels Wine oder Crossover Office hat, der kann auch auf 64bit-Systeme umsteigen. Dies hat den Vorteil der noch höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit und einer gewissen Zukunfssicherheit.
  • An RAM sollte die Untergrenze bei 1GB liegen. Mehr ist besser. Dabei sollten generell 1GB-Riegel zum Einsatz kommen, damit der Server später noch nachgerüstet werden kann. Heute werden teilweise bis zu 12 GB RAM unterstützt.
  • Als Festplatten empfehlen sich SCSI-gestützte Systeme mit U320-SCSI Controller. Ein RAID0-Verbund beschleunigt hier zusätzlich. Wer den Single-Point-of-failure ein wenig herunterdrücken will, der achtet auf "Hot-Plug-fähige" Platten in Wechselrahmen und ein RAID5-System. Damit kann - wenn eine Festplatte ausfällt - im laufenden Betrieb eine andere eingesteckt werden und der Server steht weiterhin zur Verfügung. Noch besser ist sicher ein kompletter "Backup-Terminalserver"- immer daran denken: fällt der Server aus, geht an den Clients nichts mehr!
  • Gute 1GB-Netzwerkkarten. Meist sind heute schon entsprechende Netzwerkkarten auf dem Mainboard vorhanden. Dabei aber bitte auf Qualität achten!
  • Eine USV ist ebenso empfehlenswert, auch wenn sie nicht eigentlicher Bestandteil der Serverhardware ist.
  • Ein professioneller Switch darf ebenso mit eingeplant werden. Dieser muß zunächst keine großen Management-Funktionen erfüllen - er sollte nur über mindestens einen 1GB-Anschluß und entsprechend der Clientanzahl genügend 100MB-Anschlüsse verfügen. Bitte auf "Stackbarkeit" für eine spätere Erweiterung achten - irgendwann will man sicher noch mehr Clients anschließen...
Das sollte als erster Anhaltspunkt reichen. Ein paar Beispiele folgen:


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