Protokoll des Arktur-Entwicklertreffens in Bonn 2004

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1. Vorstellungen und Wünsche für einen zukünftigen Arktur

Neben der Kurzvorstellung der Teilnehmer (es gab keine Teilnehmerinnen) stellten diese jeweils Ihre Vorstellungen zur Veranstaltungen vor. Die folgenden konkreten Wünsche / Anregungen wurden dabei geäußert und diskutiert:
  • Vermarktung / Marketing von Arktur soll/muss optimiert werden. Arktur selbst ist zwar als Projekt der 'ct entstanden und wurde damals auch von dieser beworben und wird noch heute unterstützt, in der breiten Öffentlichkeit ist allerdings kaum noch Information darüber vorhanden, was dieses vor 10 Jahren entstandene Projekt heute noch leistet.
  • Weiterentwicklung des Kommunikationsservers Arktur hin zu einem "umfassenden Schulserver". War die ursprüngliche Konzeption von Arktur als "Kommunikationsserver" die Anbinden von Clients an das Internet, so stellt diese Konzeption zwar auch heute noch die Basisfunktionaltät von Arktur dar, allerdings sind die Wünsche der Anwender und die Möglichkeiten der Software im Laufe der Jahre gewachsen.
    Verschiedene andere Projekte stellen diese Basisfunktionalität von Arktur inzwischen ebenso gut zur Verfügung und könnten diesen insofern ablösen, so dass Arktur sich nun stärker an die zusätzlichen Anforderungen von Schulen orientieren sollte.
  • Zur Optimierung der Qualität ist dringend ein Verfahren zur Qualitätssicherung erforderlich. Das auf dem Arktur-Portal installierte Mantis stellt hierbei schon einen guten Schritt in diese Richtung dar, müsste allerdings sowohl von Entwicklern wie auch ambitionierten Testern und Anwendern stärker genutzt werden. So kann schon in der Entwicklungsphase eine bessere Transparenz erreicht werden und Außenstehende Helfer, die nicht die Mailingliste abonniert haben, können sich in die Entwicklung einbringen.

    Zusätzliche Möglichkeiten zur Qualitätssicherung wurden aufgezählt:
    • Sicherheit für jene Server, welche die ISO-Images und Updates für Arktur bereitstellen. Hier muss einerseits eine sichere Möglichkeit für die Entwickler geschaffen werden, ihre Patches und Updates einzupflegen und andererseits müssen diese Server trotzdem sicher vor Angriffen aus dem Internet sein.
      Hier bietet sich Erwin Flohr an, ein Verfahren zu etablieren, bei welchem die Entwickler ihre signierten Pakete zunächst verschlüsselt an ihn übermitteln und er diese dann nach einer Gegenprüfung auf einem FTP-Server der 'ct zur Verfügung stellt.
    • Transparente Entwicklung, d.h. für frisch ins Projekt eingestiegene Entwickler muss es Richtlinien und Anleitungen geben, wie an Arktur mitentwickelt werden kann.
    • Rechtliche Absicherung: vor der Ãœbernahme von Patches, kompletten Paketen oder Anleitungen muss sichergestellt sein, dass diese nicht gegen geltendes Recht verstoßen, indem sie z.B. Urheberrechte berühren.
      Insbesondere für die Dokumentation übernimmt Erwin Flohr die Aufgabe, hier die rechtliche Seite zu überwachen und nur Beiträge in die offizielle Arktur-Dokumentation aufzunehmen, bei welchen die rechtliche Situation geklärt ist.
    • Automatische Updates. Bei Sicherheitslücken sollten die entsprechenden Patches möglichst schnell für alle eingesetzten Arktur-Versionen verfügbar sein. Gerade bei automatischen Updates zeigt sich aber eine Schwierigkeit: die Pakete müssten vor ihrer Veröffentlichung möglichst intensiv und auf verschiedenen Plattformen getestet werden, um evtl. Probleme beim automatischen Update schon im Vorfeld zu eliminieren. Außerdem stellt ein Server, welcher solche Updates zur Verfügung stellt, natürlich ein zentrales Ziel für evtl. Angriffe dar und muss entsprechend geschützt und gewartet werden.
    • Zentrales Portal: für Endnutzer müssen die derzeit im Internet verstreuten Informationen über Arktur möglichst an einer zentralen Stelle gesammelt und aktuell zur Verfügung gestellt werden. Die Dokumentation muss angepasst und immer aktuell gehalten werden. Für Entwickler sollte ebenso an zentraler Stelle entsprechende Dokumentation vorliegen. Hier bietet sich das von Philip Flesch und Michael Vistein betreute Arktur-Portal an, welches in naher Zukunft auf ein CMS umgestellt werden soll und damit verschiedene Möglichkeiten zur Mitarbeit bietet.
    • Einsatz eines Versions-Kontroll-Systems (CMS). Hier sollten sämtliche an den Arktur-Paketen vorgenommenen Änderungen nachvollziehbar und übersichtlich präsentiert sein. Ansonsten ist sowohl die Einarbeitung neuer Entwickle sehr schwer als auch die Ãœberprüfung, warum in einer bestimmten Version Änderungen an bestimmten Skripten vorgenommen wurden.
      Das ebenso auf dem Schul-Netz-Server installierte und ebenso von Philip Flesch und Michael Vistein betreute CVS wurde zwar schon von allen Entwicklern ausprobiert - allerdings sind andere Entwickler noch nicht in der Lage, anhand der dort enthaltenen Inhalte sämtliche Änderungen nachzuvollziehen, da z.B. die Compileroptionen von speziell für Arktur kompilierte Software nicht verfügbar sind. Zur 3.5 am Sonntag wurde festgelegt: Alexander Dubielczyk pflegt die Endversion der 3.5 ins CVS ein.
    • "Nighly Build System". Optimalerweise wird ein automatisches Build-System genutzt, welches über Nacht aus den im CVS eingecheckten Quelltexten und evtl. zusätzlich von anderen Distributionen adaptierten Paketen in regelmäßigen Abständen installationsfähige Entwicklerversionen von Arktur-CDs erzeugt und auch Updatepakete zur Verfügung stellt. Auf diese Art und Weise würden die Entwickler wesentlich entlastet, da die Erstellung von Arktur-CDs bislang noch in Handarbeit erfolgt. Lars Rupp bietet hier seine Hilfe an.
  • Arktur zielt mit den aktuellen und zukünftigen Versionen auf folgende Zielgruppen:
    • Lehrkräfte, die einen Schulserver installieren wollen/sollen
    • Professionelle Partner/Firmen, die für Schulen eine solide Basis suchen
    • Schulprojekte
  • Es wurde folgende Dokumentation gefordert:
    • Lehrkräfte / User
    • Admins
    • Technikanbieter
    • Entwicklerdoku

    Es soll also Anwender-, Installations- und Benutzer-Handbücher in diversen Formaten (html, pdf, xml u.a.) geben. Ein ausreichendes Qualitätsmanagement ist auch hier wichtig.
  • Definition von Schnittstellen (z.B. durch eine Entwicklerdoku) für eine Zusammenarbeit und Gewinnung neuer Mitstreiter an dem "Gesamtprojekt Arktur" sind gewünscht und erforderlich.
  • Eine professionelle Entwicklungsumgebung wird für eine Weiterentwicklung des Servers gefordert (CVS / Mantis / Bugzilla). Auch hier muss aber wieder die Wartung und Pflege der eingesetzten Systeme sichergestellt sein.



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Lemma: Alle vernünftigen Betriebssysteme haben ein "X" im Namen.
Korollar: Aber kein "P" nach dem "X".

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