Protokoll des Arktur-Entwicklertreffens in Bonn 2004

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4. Bericht zum Entwicklungsstand Arktur 4.0

Arktur 4.0 wird von Reiner Klapproth in Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden und verschiedenen Firmen entwickelt.

Die Stadt Dresden ist hierbei insofern ein "Vorzeige-Projekt", da hier beschlossen wurde, dass alle Grund- und Mittelschulen mit Arktur als Server ausgerüstet werden.

Dazu hat eine Bietergemeinschaft, der vor allem Siemens und T-Systems angehören, Arktur eine zusätzliche "Oberfläche" verpasst und ihn um kommerzielle Pakete erweitert (z.B. REMBO, Arkeia, AntiVir,...). Siemens möchte diesen Weg (Arktur + Zusätze) später auch anderen Schulträgern anbieten. Daher gibt es gewisse Absprachen, in welche Richtung die Entwicklung gehen sollte.

Ziel ist aber weiterhin, _einen_ offiziellen Arktur 4.0 herauszugeben. Dabei soll die Verteilung von Updates über ein stadtweites Schulnetz erfolgen und auch Updates für die zusätzlich integrierten proprietären Softwareprodukte anderer Firmen soll so sichergestellt werden.

Reiner Klapproth demonstrierte an einem frisch installierten 4.0 die Fähigkeiten von LDAP. Zusätzlich stellte er die bislang noch nicht realisierten Anforderungen fär die Version 4.0 vor:
  • Web-Oberfläche fär die raumweise Freischaltung, die ihre Daten aus dem LDAP nimmt.
  • Web-Oberfläche fär die Projektverwaltung (ausschließlich Manipulation im LDAP).
  • Web-Oberfläche zur Gruppenverwaltung für den Admin: Er soll neue Gruppen erzeugen können (und wieder löschen), Mitglieder ein- und austragen, ...
  • Komplette überarbeitung der Dokumentation:
    1. Installationshandbuch ( an Firma gerichtet ): beschreibt Voraussetzungen (Hardware), Installation und Ersteinrichtung, Einbindung Internet-Zugang, Einrichtung E-Mail, Einbindung einer USV o.ä., sowie die Anbindung der Clients.
    2. Administrationshandbuch: Schüler anlegen und löschen, Projekte anlegen und verwalten, Möglichkeiten in Admin2-Umgebung, Filterlisten bearbeiten u.ä.
    3. Nutzerhandbuch: Beschreibung der "online"-Oberfläche und von "admin".
    4. Systemhandbuch: Grundlagen wie Filerechte, IP-Adressen, eigene Cronjobs, ...
    5. Extras und FAQ: z.B. Einwahl von außen, ...

    Die Dokumentation sollte - um in möglichst vielen Formaten verfügbar gemacht werden zu können, in XML erstellt werden. Hier müssen noch entsprechende Richtlinien für die Erstellung von XML verfasst werden.
  • Verwaltung der Nutzer im RCS rausnehmen!
  • Sollte das AntiVirensystem der 3.5 übernommen werden? Es werden mehrere Scanner angeboten, die in den Mailweg kommen. Als Scanner wird clamav (www.clamav.net) eingebunden. (Update-Script?)
  • Qualitätsmanagement muss eingerichtet werden. Dazu sind Richtlinien zu erarbeiten!
  • Automatische Updates : Es wird ein Verzeichnis ( eventuell unter heise.de ) eingerichtet, das Updates verteilt. Alle Update-Pakete werden mit einer Signatur versehen, welche die Echtheit und Korrektheit der Pakete sicherstellt. Es werden Möglichkeiten zu automatischen Updates und Updates auf Anforderung vorgesehen.
  • Fehlersicherung bei der Installation: (Was wirft der Paketmanager wirklich ab?) Wenn ein Paket bei der Installation einen Fehler meldet, sollte dieser für den Einrichter deutlich werden.
  • Rechte an der Dokumentation klären.
Arktur 4 hält fast sämtliche Daten im LDAP. LDAP scheint aber für viele anwesenden Teilnehmer noch sehr unbekannt. Während die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz von LDAP ergeben, durchaus erkannt und begrüßt werden, wird hier auch deutlich, dass neben einer gewissen Unsicherheit (wie bekomme ich Daten aus dem LDAP heraus und wieder hinein?) im Umgang vornehmlich das Problem im Raum steht, dass dann viele inzwischen für die älteren Versionen von Arktur erhältlichen Zusatztools (und auch viele der bisherigen Werkzeuge der Versionen 3.x) für ein Zusammenspiel mit LDAP komplett umgeschrieben werden müssen.


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