YaST2 Installationsquelle selbst erzeugen

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Echte YaST2-Installationsquelle

Vorteile:
  • Unterstützt Source-RPMs
  • Unterstützt mehrere Architekturen
  • Die Beschreibung der Installationsquelle wird in YaST2 angezeigt

Nachteile:
  • Nicht ganz so einfach zu erzeugen

Die Beschreibung der Installationsquelle

Die Beschreibung, welche später auch in YaST2 angezeigt wird, ist in mehrere Dateien unterteilt, die sich noch dazu in verschiedenen Verzeichnissen befinden:

media.1/mediaDiese Datei enthält eine kurze Beschreibung der Installationsquelle. Hier steht folgender Inhalt drin:
Autor
Datum der Erzeugung: (YYYYMMDDHHMMSS läßt sich leicht mit dem Befehl date +%Y%m%d%H%M%S generieren.
Mediennummer

Beispiel:
Linux-Schulserver
20050606192242
1
contentDiese Datei enthält eine ausführlichere Beschreibung der Installationsquelle inkl. unterstützter Architekturen.
PRODUCTName des Produkts
VERSIONVersionsnummer
LABELWird in YaST2 angezeigtl
VENDORName des Anbieters
ARCH.Unterstützte Basisarchitekturen
DEFAULTBASEBasisarchitektur - nur notwendig, wenn YaST2 diese nicht selbst erkennen kann
DESCRDIRVerzeichnis mit den Beschreibungen der Pakete
DATADIRVerzeichnis mit den RPMs

Auch hier wieder ein Beispiel:
PRODUCT Linux-Schulserver
VERSION 2.0-0
LABEL Linux-Schulserver (OSS 2.0)
VENDOR Linux-Schulserver Team
ARCH.i586 i586 i486 i386 noarch
DEFAULTBASE i586
DESCRDIR setup/descr
DATADIR SUSE
directory.yastSollte das verwendete Protokoll kein Verzeichnislisting unterstützen, holt sich YaST2 die Informationen für das Verzeichnis aus dieser Datei. Diese Datei kann recht einfach mit dem Befehl ls -A1 > directory.yast angelegt werden. Dies sollte bis auf die Verzeichnisse mit den RPMs in jedem Verzeichnis gemacht werden.
setup/descr/*Die hier benötigten Dateien können mit dem Befehl create_package_descr erzeugt werden. Sie enthalten u.a. die Paketabhängigkeiten, die Dateigröße, die Paketbeschreibung usw. aller Pakete im Installationsverzeichnis.

Um also eine echte Installationsquelle für YaST2 zu erzeugen, müssen Sie zunächst eine passende Verzeichnisstruktur haben:

/srv/ftp/pub/linux/suse/oss/
+ i586/
+ i686/
+ noarch/
+ src/

Wechseln Sie nun ins Verzeichnis /srv/ftp/pub/linux/suse/oss/ und führen Sie folgende Befehle aus:

mkdir media.1
touch media.1/media
touch content
ls -A1 > directory.yast
create_package_descr -d RPMS/

Weitere Informationen über YaST2-Installationsquellen können Sie auf Englisch im Paket yast2-packagemanager-devel finden.




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