Einsatz von Batchdateien unter Windows 9x (autoexec.bat)

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Logon-Dateien anpassen

Nachdem sich der Benutzer am Rechner angemeldet hat, prüft dieser, ob es auf dem Server eine spezielle Datei für diesen Benutzer gibt und führt diese aus.

Auch bei diesen sogenannten "logon-Skripten" handelt es sich um Batch-Dateien, welche in einem besonderen Verzeichnis auf dem Server liegen. Sie können diese Dateien am besten von einem Windows-Client aus bearbeiten. Melden Sie sich dazu als "Domänen-Administrator" an (in den meisten Fällen ist das der Benutzer admin oder administrator am Client an und öffnen Sie eine DOS-Box in welcher Sie den Befehl:

net use n:\\\\servername\netlogon /yes
eingeben. Ersetzen Sie servername durch den NetBIOS-Namen ihres Samba-Servers, so wie sie ihn in der Netzwerkumgebung sehen.

Jetzt sollten Sie ein neues Laufwerk N:\\\\ im Explorer sehen und darin verschiedene *.bat-Dateien finden können.

Bei den meisten Linuxservern existiert für jede Gruppe (Lehrer, Schüler) ein eigenes Logon-Skript. Diese Skripte können Sie z.B. mit dem Notepad öffnen, bearbeiten und auch wieder zurückspeichern.

Dateien vom Server auf die Clients kopieren

Ein einfaches Beispiel, wie man sich das Leben als Administrator vereinfachen kann, sind die Dateien lmhosts und hosts. In diesen Dateien schauen die Windows-Clients zuerst nach, wenn Sie einen anderen Rechner im Netzwerk suchen. Wenn Sie also ihr Netzwerk ein wenig entlasten möchten, weil die Clients nicht für jede Namensanfrage den Hauptserver befragen müssen, können Sie hier wichtige Namen und deren IP-Nummern ablegen. Dies getrennt für Rechner im Internet (hosts) und im Lokalen Samba-Netzwerk (lmhosts).

Anstatt jetzt bei jedem Client diese Dateien von Hand anzupassen (aufwendig, zeitraubend und fehleranfällig), pflegen wir nur je eine einzige Datei und kopieren diese Datei bei jeder Anmeldung vom Server auf die Clients an den richtigen Platz.

Zunächst einmal ein Beispiel für eine hosts-Datei:

# Diese Datei enthält die Zuordnung von Rechnernamen zu IP-Adressen
# Jeder Eintrag sollte in einer eigenen Zeile stehen
# Zuerst kommt die IP-Adresse des Rechners, danach dessen vollständiger Rechnername mit (Intenet)Domain
# Trennzeichen ist (mindestens) ein Leerzeichen
# Kommentare (wie diese) beginnen mit einem '#'
#
# Die Beispiele bitte anpassen
#
127.0.0.1 localhost
172.16.0.2 admin.meine-schule.de
66.249.85.99 www.google.de

Und nun noch ein Beispiel für eine lmhosts-Datei:

# Diese Datei ist für das Browsen im lokalen LAN zuständig
# Jeder Eintrag sollte in einer eigenen Zeile stehen
# Zuerst die IP-Adresse des Rechners, danach dessen Name im Windows-LAN
# Trennzeichen ist (mindestens) ein Leerzeichen
# Kommentare (wie diese) beginnen mit einem '#'
# Wichtig sind hier noch die folgenden Ergänzungen:
# #PRE : Setzt einen statischen Eintrag
# #DOM:<domain> : Hängt die Windows-Domäne an den Eintrag an</domain>
# #INCLUDE <filename> : Läd die angegebene Datei und behandelt diese wie die lokale lmhosts (wichtig für größere Dateien mit mehreren 100 Einträgen)</filename>
# Beispiel:
172.16.0.2 pdc-server #PRE #DOM:schule
#INCLUDE \\\\pdc-server\netlogon\lnhosts

Diese Dateien kopieren Sie jetzt ins Verzeichnis netlogon des Samba-Servers. Damit diese Dateien jetzt bei der Anmeldung eines Benutzers noch auf den Client kopiert werden, ergänzen Sie einfach in der jeweiligen logon-Datei die Einträge:

copy \\\\pdc-server\netlogon\Lmhosts.* c:\\\\windows /y
copy \\\\pdc-server\netlogon\Hosts.* c:\\\\windows /y

...und wo Sie die Logon-Datei schon mal geöffnet haben, können Sie diese natürlich auch noch mit ein paar Erweiterungen "verziehren". Ein Beispiel:

@echo off
rem Anmeldescript fuer Schueler
rem Bildschirm l�chen
cls
rem kleine Wartemeldung
echo.
echo Anmeldung am Server erfolgt...
rem Sperren der Konsole
rem Schüler können das Skript nicht mehr abbrechen
ctty nul
rem Uhrzeit stellen
net time \\\\timeserver /set /yes
rem Laufwerke verbinden
net use h: \\\\pdc-server\homes /yes
net use s: \\\\pdc-server\software /yes
rem Dieses Laufwerk liegt auf einem anderen Server namens space:
net use t: \\\\space\tausch /yes
rem aktuelle Rechner-Umgebung kopieren
copy \\\\pdc-server\netlogon\Lmhosts.* c:\\\\windows /y
copy \\\\pdc-server\netlogon\Hosts.* c:\\\\windows /y
rem Kopiere Datei autoexec.bat
rem und ja.dat und schütze diese Dateien vor Veränderungen
attrib c:\autoexec.bat -r -h
copy \\\\pdc-server\netlogon\autoexec.bat c:\\\\autoexec.bat /y
attrib c:\\\\autoexec.bat +r +h
attrib c:\\\\windows\ja.dat -r -h
copy \\susi\netlogon\ja.dat c:\\\\windows\ja.dat /y
attrib c:\\\\windows\ja.dat +r +h
rem Kopieren von Links auf lokal installierte Programme
rem so können Rechner unterschiedliche Programme installiert haben
rem und die Nutzer bekommen diese jeweils ins Startmenü eingebunden
deltree /y z:\\\\profile\startmen?\programme\lokales
if exist c:\\\\windows\lokales\*.* md
z:\\\\profile\startmen?\programme\lokales
if exist c:\\\\windows\lokales\*.* xcopy c:\\\\windows\lokales
z:\\\\profile\startmen?\programme\lokales /S
rem Serverbasierte Profile abrufen
call \\\\pdc-server\netlogon\setreg.bat

Wie Sie anhand der letzten beiden Zeilen sicherlich schon erkannt haben, kann man natürlich noch weitere Programme (z.B. durch die Befehle start oder call) aus diesen Batch-Dateien heraus starten.

Dies nutzen wir z.B. um Sachen, die für alle Benutzer gelten sollen, in nur einer Datei pflegen zu müssen. Die Datei setreg.bat" z.B. erlaubt es Windows 9x-Nutzern, die "Roaming Profiles" von jüngeren Windows-Versionen wie Windows 2000 oder XP zu nutzen. D.h. ein Benutzer kann sich an einen beliebigen PC innerhalb der Domäne setzen und bekommt immer genau sein Einstellungen und Dateien angezeigt. Zusammen mit dem Einsatz von Poledit und/ oder TweakUI kann man hier schon sehr viel auch mit dem alten Windows 9x erreichen.




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