Einsatz von Batchdateien unter Windows 9x (autoexec.bat)

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Roaming Profiles mit Windows 9x: setreg.bat

Wenn sich ein neuer Benutzer an einer Windows 9x Maschine einloggt, bekommt er zwei Dialogfelder präsentiert:
  1. Sollen die persönliche Einstellungen beibehalten werden?
  2. Das Passwort soll noch einmal bestätigt werden.

Windows 9x legt dann auch für jeden Anwender ein eigenes Verzeichnis und eine lokale Kopie seiner user.dat unter c:\\\\windows\profiles an.

Durch das Programm PUTINENV lässt sich Windows nun wunderbar austricksen, indem über den LANManager-Service die Benutzerdaten erfragt werden und diese Daten dann in die Registry eingefügt werden bevor Windows auf die Idee kommt, den Benutzer mit diesen Fragen zu nerven.

Voraussetzungen auf dem Server

Um sämtliche Nutzerdaten auf dem Server speichern zu können, muss in der Datei smb.conf auf dem Server der Eintrag:
logon home = %u

im [global]-Abschnitt aktiviert sein. Bei manchen Schulservern sieht der Pfad auch ein wenig anders aus - etwas so:
logon home = \\\\%L\profiles\%U

Wichtig: Die Einstellung für logon home gilt ausschließlich für Rechner unter Windows 9x/Me. Diese verwenden zum Auffinden ihrer Profile ein etwas anderes Verfahren als Windows NT, 2000, XP und 2003.

Sobald sich ein neuer Benutzer einloggt, erzeugt der Windows 9x/Me-Client eine Datei user.dat (unter neueren Windows-Versionen heißt diese Datei ntuser.dat).

Anschließend lädt der Client die Inhalte des Desktops, das Startmenü, die Netzwerkumgebung und die Programmordner in einzelnen Ordnern im Verzeichnis. Wenn sich der Benutzer ausloggt, werden diese Inhalte auf dem Server gespeichert, bis sich der Benutzer das nächste Mal einloggt. Dann werden diese Inhalte vom Server heruntergeladen und auf der Client-Maschine aktiviert.

Gibt es beim Anmelden eines Benutzers also keine user.dat-Datei wird sie automatisch von Windows erzeugt.

Nun können wir dem Benutzer natürlich eine solche Datei von einem anderen Nutzer "unterjubeln", indem wir einfach eine solche vor dem Anlegen eines Nutzers in das Verzeichnis /etc/skel auf den Server kopieren (beim OSS reicht es, einen Template-Benutzer einzurichten). Beim Neu-Anlegen eines Benutzers bekommt dieser diese Datei dann in sein eigenes Verzeichnis kopiert.

Das Problem: der Windows-Client "kennt" diesen Benutzer noch nicht. Also überprüft Windows 9x überhaupt nicht, ob der Benutzer etwa schon auf dem Server existiert: es legt ihn einfach noch einmal neu an! (Windows 9x ist halt ein Einzelplatz-System.)

Wir müssen Windows 9x also vorgaukeln, diesen Benutzer schon zu kennen. Dies geschieht nun mit der Unterstützung von PUTINENV.




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Laufen zwei Prozesse gleichzeitig, wird der unwichtige dem wichtigeren Rechenzeit wegnehmen.

-- anonymous