Hardware für Schulen

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Weitere Hardware

Drucker

Für den Schulalltag kommen heute eigentlich nur noch Laserdrucker in Frage. Sie liefern die kostengünstigsten Ausdrucke und sind schnell und robust genug, um eine große Anzahl an Druckaufträgen abarbeiten zu können.

Zusätzlich sollte evtl. noch ein Tintenstrahldrucker für Farbausdrucke angeschafft werden, der allerdings nicht von jedem nutzbar sein sollte. Allein die Tatsache, dass man in der Schule "nur" schwarz/weiß drucken kann, schreckt viele Schüler vor allzu vielen Druckseiten ab. Aus eben diesem Grund sollte die Auflösung des Druckers normalerweise in der Treiber-Software auch auf "eco"- oder "Spar"-Modus eingestellt sein. Hat ein Schüler einen guten Beitrag oder eine Bewerbung geschrieben, läßt sich der Drucker dafür kurzfristig leicht umstellen.

Um nicht immer einen bestimmten PC eingeschaltet zu lassen, damit gedruckt werden, kann, lohnt sich in der Schule ein zusätzlicher Printserver. Dies sind meist kleine Boxen mit 2 oder 3 parallelen Ports und einem Netzwerkanschluß. Mit der richtigen Konfiguration werden diese Printserver nur über den Hauptserver angesteuert, der dann auch gleich die Zuteilung und Abrechnung der Druckaufträge übernehmen kann.

Ein (Laser-)Drucker pro Computerraum hat sich bewährt. Um eine Übersicht zu behalten (und auch mal einfach ausgeschaltet werden zu können), sollte dieser in der Nähe des Lehrer-PCs aufgestellt werden.

Im Lehrerzimmer, dem Sekretariat, dem Kopierzimmer oder einem Vorbereitungsraum sollte dann ein weiterer Laser- und der Tintenstrahldrucker stehen. Wenn Schüler von einem Klassenzimmer oder einer "Surfecke" etwas ausdrucken, sollten diese Druckaufträge nur auf eben diesen Druckern landen und auch den Namen des entsprechenden Schülers ausgeben.

Achten Sie beim Kauf vor allem auch auf die laufenden Kosten eines Druckers! Wenn der Drucker "nur" 400 Euro - die Ersatzkartusche aber 350 Euro kostet, dann dürfte die Entscheidung falsch sein. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit HP und Kyocera Laserdruckern sowie guten HP (auf die Patronenpreise achten) und Canon gemacht. So läuft ein Kyocera FS-1010 schon seit 7 Jahren klaglos in einer Jugendwerkstatt und ein HP2500N (als Farblaser) läuft seit 3 Jahren in einer Hauptschule. Da die Laserdrucker aber bei Farbfolien (zumindest bei mir) alle versagen, ist ein zusätzlicher Tintenkleckser halt meist (im Lehrerzimmer) noch mit dabei.

Mäuse und Tastaturen

Mäuse und Tastaturen sind meist die "Anhängsel", wenn es um die Anschaffung neuer Hardware geht. Dabei können gute Tastaturen und Mäuse durchaus einen guten Monitor noch überleben, wenn man dabei ein paar Kleinigkeiten beachtet.

Generell gilt: Mäuse und Tastaturen sollten "kabelgebunden" sein. Funktastaturen und -mäuse verbrauchen nicht nur teure Batterien bzw. Akkus sondern sind leider auch besonders begehrt.

Mäuse

Zu empfehlen sind heute wohl nur noch optische Mäuse mit Scrollrad. Ihr Vorteil liegt unter der Hand:

Durch die optische Abtastung entfällt das lästige Säubern der Mausinnereien und es fehlen zukünftig auch keine Mauskugeln mehr.

Längere Dokumente lassen sich mit einem Scrollrad bequem "durchblättern" und diese Scrollräder werden inzwischen auch schon von allen Betriebssystemen und vielen Programmen unterstützt.

Bei den Anschlüssen gilt es auszuwählen zwischen PS/2- und USB-Anschlüssen. Da die PS/2-Anschlüsse meist nur über einen Adapter realisiert werden, der auf den am Gerät befestigten USB-Anschluss aufgesteckt wird und gern einmal "verloren" geht, ist hier Vorsicht geboten, wenn die entsprechenden Anschlüsse am PC-Gehäuse offen zugänglich sind.

Ein Vorteil der älteren PS/2-Anschlüsse: damit kommen alle Betriebssysteme und auch alle BIOS-Versionen klar. Am besten dürfte also ein fest am Kabel angebrachter PS/2-Anschluss sein.

Besonders für Grundschulen empfehlen sich "Kindermäuse" - diese sind einfach nur ein wenig kleiner als die normalen Mäuse und lassen sich damit auch mit kleinen Kinderhänden gut bedienen. Nachfragen lohnt sich also! Tip: ruhig mal einen Abstecher in die Laptop-Abteilung machen. Die dortigen Mäuse sind meist kleiner als die normalen Mäuse und kosten weniger als spezielle Kindermäuse.

Noch ein Tip: um Diebstahl zu vermeiden bieten sich Kabelbinder an! Wenn sämtliche Kabel ordentlich mit einem Kabelbinder zusammengebunden werden, vermindert sich die Diebstahlgefahr von Mäusen enorm. Dabei kosten Kabelbinder nur ein paar Cent.

Tastaturen

Eine gute Standard-Tastatur mit 105-Tasten sollte auch nach Jahren noch gut funktionieren.

Normale Tastaturen ohne "Zusatzknöpfe" sind derzeit am sinnvollsten und wecken auch keinen besonderen Spieltrieb bei den Schülern. Die Tasten sollten auch bei einer Belastung an der Kante (besonders bei der [Enter]- und der [Leer]-Taste zu bemerken) nicht klemmen oder Ungleichmäßigeiten aufweisen. Die Auftrennung in die verschiedenen Funktionsbereiche sollte klar sein - so vereinfachen sich später Erklärungen zur genauen Lage einer Taste. Das Klickgeräusch sollte sehr leise sein - wohingegen die "Dämpfung" der Tasten eher Geschmackssache ist.

Vollergonomische Tastaturen (erkennbar am zweigeteilten Schreibmaschinenblock) sollten aufgrund der wahrscheinlich nicht vorhandenen Schreibmaschinenkenntnisse der Schüler eher nicht verwendet werden.

Bitte bei der Auswahl der Tastaturen auch auf eine mögliche Anpassbarkeit achten: höhenverstellbare Tastaturen sind heute zwar Standard - aber die Ausführung der Hebel läßt durchaus manchmal zu wünschen übrig. Eine Tastaturauflage für die Handballen sollte direkt an der Tastatur befestigt werden können - ansonsten rutscht sie u.U. bei richtigem Gebrauch hin und her und bringt nichts.

Billige Tastaturen leiden leider schon nach kurzer Zeit unter erhötem Klickgeräuschen und geben dann bald ihren Geist auf. Gute Erfahrungen habe ich mit Cherry- und Microsoft-Tastaturen gemacht.

Scanner

Ein Scanner sollte heute ebenso zur Grundausstattung gehören, wie eine Digitalkamera. Hier reicht aber ein günstiges Modell. Eine Auflösung über 1200x1200 dpi und eine Auflagefläche, die "Schulbuchgröße" bietet, reicht für schulische Anwendungen aus.

Eine Durchlichteinheit kann nicht nur zum Einscannen von Dias benutzt werden - auch manch andere kreative Sache läßt sich u.U. damit machen... ...aber bitte vor dem Kauf darüber nachdenken - später wird es ein entsprechendes Modell wahrscheinlich nicht mehr geben.

Als Anschluß kommt eigentlich nur noch ein USB-Anschluß in Frage. Parallelport-Scanner machen oft (und gerne unter Linux) Probleme und SCSI-Scanner sind unverhältnismäßg teuer. Geräte mit mehreren Schnittstellen lohnen sich nicht.

Die Erfahrung zeigt: zusätzliche Tasten am Scanner werden kaum genutzt, da die unterschiedlichen Benutzer meist nichts damit anfangen können. Wenn aber nur ein kleiner Kreis mit dem Scanner arbeitet, dann können diese kleinen Helfer durchaus nützlich sein.

Die Glasflächen lassen sich übrigens gut mit einem Fensterreiniger sauberhalten - evtl. sollte ein solches Sprühfläschchen zusammen mit Küchenpapier in der Nähe bereitstehen. - zur Reinigung der Glasoberflächen von Monitoren hat sich diese Kombination sowieso schon bewährt.

DVD-Brenner

Der Lehrer-PC sollte heute über einen DVD-Brenner verfügen. Dies hat mehrere Vorteile: einerseits können so u.U. später auch Schulvideos am PC geschnitten, gebrannt und ausgeliehen werden - andererseits lassen sich so leicht Backups von den auf dem Server gespeicherten Daten erstellen. Die dortigen Daten sprengen über kurz oder lang das Fassungsvermögen von CDs und einen noch teureren Streamer anzuschaffen lohnt sich für Schulen meist nicht. Da sich mit DVD-Brennern auch problemlos CD-ROMs brennen lassen, lohnen sich die ~30 Euro Unterschied durchaus.

Bitte beachten Sie aber auch die Gefahr, die von solchen Brennern ausgeht: es ist durchaus schon vorgekommen, dass in einer Schule Raubkopien erstellt und verteilt wurden. Hier lohnt also duchaus die Überlegung, nur einen einzigen "Brenner" für die gesammte Schule anzuschaffen und diesen dann in einen PC einzubauen, der nicht allgemein zugänglich ist. Bewährt haben sich da Lehrerzimmer oder Vorbereitungsräume, die nur von Lehrern genutzt werden können. Eine weitere Sicherungsmaßnahme wärden sicherlich Logbücher darstellen, die Aufschluß darüber geben können, was wann und von wem gebrannt wurde. Dies ist aber derzeit wohl nur unter Linux möglich - wobei das WebCDwriter-Projekt von Jörg Haeger hier eine interessante Alternative anbietet: der Brenner kommt in einen separaten Raum und kann über ein Webinterface von jedem Client aus bedient werden. Alle Zugriffe werden geloggt und die Schüler (und Lehrer) können zwar CDs brennen, benötigen aber einen Schlüssel für den Raum mit Brenner um ihre fertigen CDs abzuholen.




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