Domänenanmeldung für Windows 9x

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Letzte Änderung: 17.07.2005

Inhalt


Domänenanmeldung - Grundlagen

Das sogenannte Domänenkonzept wurde von Microsoft bei der Einführung des NT-Betriebssystems entwickelt. Da dieses Betriebssystem von vornherein auf einen Mehrbenutzerbetrieb und ein Client-/ Server-Netzwerk ausgelegt war, bietet es primär den Vorteil der zentralen Nutzerverwaltung. So müssen Nutzer nicht mehr jedem einzelnen Rechner im Netzwerk bekanntgemacht werden und zusätzlich können persönliche Einstellungen an allen im Netzwerk angeschlossenen Rechnern zur Verfügung gestellt werden.

So fasst eine Domäne mehrere Server, physikalische Netzwerkabschnitte, Resourcen (z.B. Drucker oder Festplatten) und Benutzerkonten zu einer zentral administrierbaren Einheit zusammen. Die "Schaltzentrale" ist ein sogenannte "Primary Domain Controller" (PDC) - ein Server, welcher die Verwaltung übernimmt. An diesen Server können zusätzlich noch Backup Domain Controller (BDC) oder Secondary Domain Controller (SDC) angeschlossen werden, die bei einem Ausfall des Hauptservers für diesen Einspringen.

Bei dem in Schulen verwendeten Single-Domänenkonzept werden alle Benutzer und Ressourcen in einer Domäne zusammengefaßt. Dieses Modell ist am einfachsten und bietet sich an, wenn die Zahl der Benutzer kleiner als 15.000(!) ist und das Netzwerk nicht aus organisatorischen Gründen aufgeteilt werden muss.

Vorteile:

Nachteile:

Serverbasierte Profile mit Microsoft Windows 9x/ ME

Die inzwischen veralteten Windows-Versionen waren eigentlich nicht für den Einsatz im Netzwerk gedacht. Deshalb ist die Konfiguration hier auch ein wenig komplizierter als bei späteren Versionen. Insbesondere die Möglichkeit für "Roaming Profiles" ist zwar auch mit Windows9x zu realisieren - durch die fehlende Rechtestruktur haben die Nutzer aber immer alle Rechte auf dem lokalen System. Dies kann man zwar durch den Einsatz von Policys [7] ein wenig abmildern - einen vollständigen Schutz vor verkorsten Rechnern bieten aber nur Zusatztools wie Wächterkarten.

Allerdings werden nicht nur viele Versionen immer noch eingesetzt - viele Administratoren haben sich auch so an diese alten Betriebssysteme gewöhnt, dass sie auch heute noch intensiv bei Neuinstallationen genutzt werden. Beim Einsatz von geeigneten Schutzmaßnahmen spricht auch nichts dagegen und durch die "fehlenden" Rechte läßt sich so manche Lernsoftware erst so richtig benutzen...

Voraussetzungen

Um überhaupt Server-basierte Profile einsetzen zu können, müssen sich die Clients am Samba-Server anmelden und von ihm einige Informationen beziehen.

Stellen Sie zunächst sicher, dass alle Softwarekomponenten vorhanden sind, die Windows benötigt, um auf den Server zuzugreifen. Wählen Sie hierzu in der Systemsteuerung den Punkt ?Netzwerk? aus. Ein Fenster mit drei Registerkarten und einer Übersicht der installierten Netzwerk-Komponenten erscheint:

In dieser Liste müssen neben der im Rechner installierten Netzwerkkarte zumindestens der "Client für Microsoft-Netzwerke" und das "TCP/IP-Protokoll" auftauchen. Bei vielen Rechnern sind diese Komponenten bereits vorhanden; falls nicht, müssen Sie sie nachinstallieren: Wählen Sie hierzu "Hinzufügen" und doppelklicken Sie auf "Client"; selektieren Sie im nun erscheinenden Fenster Microsoft sowie "Client für Microsoft-Netzwerke"? und bestätigen Sie Ihre Eingabe mit "OK".

"TCP/IP" ist unter "Protokolle" beim Hersteller Microsoft gelistet.

Bitte beachten Sie, dass hierzu in aller Regel eine Windows-CD benötigt wird und nach erfolgreicher Installation meist ein Neustart des Rechners erforderlich ist.

Weitere Einstellungen sind im allgemeinen nicht nötig, diese werden normalerweise durch den DHCP-Server automatisch vom Server an den Client übermittelt. Dies stellen Sie unter "TCP/IP" wie folgt ein:

Falls durch besondere Einstellungen am Server diese Daten nicht automatisch von Windows übernommen werden können, stellen Sie bitte sicher, dass Sie für den WINS-, DNS-Server und den Gateway die IP-Nummer des jeweiligen Servers eintragen. Näheres hierzu sollten Sie im Handbuch des jeweiligen Servers nachschlagen.

Anmelden an einer Domäne

Doppelklicken Sie dazu wieder in der Systemsteuerung auf ?Netzwerk? und stellen Sie zuerst einmal sicher, dass die "Primäre Netzwerkanmeldung" auf "Client für Microsoft-Netzwerke" steht; wählen Sie danach die Registerkarte "Identifikation" aus.

Hier müssen Sie noch einige Angaben machen, die von Ihrem speziellen System abhängen. Computername und Beschreibung sind letztendlich egal, bei ersterem muss lediglich darauf geachtet werden, dass der Name aus nicht mehr als 15 Zeichen bestehen und keine Leerzeichen enthalten darf. In Computerräumen hat sich das Durchnummerieren mit Aussagekräftigen Computernamen wie z.B. "musik-pc01" bewährt. In den Beschreibungen können Sie dann noch genauere Angaben machen, wie z.B. "PC direkt am Fenster" - diese Angaben dienen nur zur allgemeinen Information und werden auf anderen Clients in der Netzwerkumgebung angezeigt.

Ist der Samba-Server als "PDC" (Primary Domain Controller: Erster Domänen Controller - der "BigBoss" im System mit den ganzen Nutzerdaten) konfiguriert, müssen Sie unter der Registerkarte ?Zugriffssteuerung? von ?Zugriffssteuerung auf Freigabeebene? auf ?Zugriffssteuerung auf Benutzerebene? umschalten und unter ?Benutzer- und Gruppenliste beziehen von? den bei der Installation eingestellten Domainnamen eintragen.

Jetzt wirds ernst: im nächsten Schritt melden Sie den Rechner in der Domäne an. Wechseln Sie dazu wieder in den Reiter 'Konfiguration' und markieren Sie den "Client für Microsoft Netzwerke". Klicken Sie nun auf den Button "Eigenschaften". Ein neues Fenster öffnet sich, in welchem Sie die Checkbox "An Windows-NT-Domäne anmelden" aktivieren und im Eingabefeld "Windows NT-Domäne:" den Namen ihrer Windows-Domain eintragen.
An Windows-NT Domain anmelden

Nach dem obligatorischen Neustart sollten Sie sich als eingetragener Nutzer der Domäne am Rechner anmelden können - ohne, dass Sie vorher einen Account auf diesem Rechner hatten.


  

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