Hardware für Schulen

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Ergonomie

Hier passieren leider - meist unwissend - die gröbsten Fehler. ...und mag die Hardware noch so gut oder schnell sein - wenn sie nicht den nötigsten ergonomischen Vorschriften entspricht, wird kaum jemand daran lange Freude haben.

Ich will hier nur auf einige Dinge eingehen, die im Schulalltag wohl häufig falsch gemacht werden. Wer genauere Informationen zum Stichwort Ergonimie haben möchte, der kann im Internet aus dem Vollen schöpfen.

Räumlichkeiten

Stichworte:
  • Blos nicht zu klein!
  • Sonneneinstrahlung beachten! Nicht nur die Spiegelung auf den Monitoren ist schlecht - auch eine erhöhte Aufheizung des Raumes im Sommer ist zu beachten. Manche Schule hat schon eine Klimaanlage für den Computerraum mit in die Ausschreibung aufgenommen. (...und das ist gar keine schlechte Idee!)
  • Stromversorgung beachten! Besonders CRT-Monitore verlangen oft nach einer "Schützschaltung" und/oder mehreren (gut erreichbaren) Sicherungen.
  • Zwar hier unpassend aber: Diebstahlsicherheit! Wenn ein Einbrecher erst einmal in den 3ten Stock muss, fällt das Monitorklauen schwer.
  • Lärmdämpfende Materialien an den Wänden? Fliesen sind da eine ganz schlechte Idee - manchmal sorgt schon ein (feuerfester) Wandvorhang für Ruhe.

Tip: oft wird auch über spezielle Tische und Stühle diskutiert. Inzwischen haben sich diverse Hersteller auf solche Sachen eingeschworen. Probesitzen muss vorher aber sein (und zwar nicht Lehrer sondern Schüler sollten das tun!). Ansonsten tun es meistens auch die normalen Schulstühle und als "Computertische" zwei unterschiedlich große Tische. Auf den größeren kommt Monitor und Rechner, der kleinere Tisch fast ganz wird unter den größeren geschoben und beherbergt Tastatur und Maus.

Monitore

Davor sitzen die Schüler am längsten und die Dinger sind wohl auch die letzten Überbleibsel, wenn die PCs selbst schon lange nicht mehr existieren.

Wer also am Monitor spart, spart meist nicht nur an der Ergonomie sondern darf meist auch noch lange Jahre darüber ärgern. Ein 1:1 Verhältnis im Vergleich zwischen "Preis Monitor":"Preis restl. Hardware" ist anzustreben - 2:1 wäre natürlich besser...

Für alle unten aufgeführten Monitore gilt: sie sollten die folgenden Normen erfüllen:
  • GS: Geprüfte Sicherheit
  • MPR II: einfachste Strahlungsnorm
  • TCO 03: derzeit beste Strahlungsnorm
  • EnergieStar - oder besser noch NUTEK: Bescheinigt dem Monitor bestimmte Energiesparmodi.

CRT-Monitore

Haben folgende Vorteile:
  • Günstig
  • Schwer (fallen nicht so leicht herunter)
  • Ausgereifte Technik
  • Erlaubt einen rel. großen Betrachtungswinkel und damit problemlos mehrere Schüler vor einem Bildschirm.
  • Verschiedene Auflösungen (die z.B. von unterschiedlicher Lernsoftware durchaus verlangt wird) sind problemlos bis zur maximalen Auflösung des Bildschirms möglich.
  • Schneller Bildaufbau, kaum "Wischeffekte" bei Videos oder Spielen.
  • Schmutzempfindlichkeit (wer zeigt nicht schon mal mit einem Finger auf den Bildschirm) ist meist durch die Glasoberfläche kein Problem: da reicht ein feuchter Lappen und ein Tuch um das Gerät wieder sauber zu bekommen.

Und folgende Nachteile:
  • Braucht viel Platz als Stellfläche. Zu der angegebene Bildschirmgröße muß immer auch die entsprechende Tiefe und das Gewicht berücksichtigt werden.
  • Verbraucht viel Strom.
  • Erzeugt zusätzliche Abwärme - Raum wird warm.
  • Alterunserscheinungen bei der Bildröhre beeinträchtigen auf lange Sicht die Farbdarstellung und Schärfe des Bildes.

TFT-Bildschirme

Haben folgende Vorteile:
  • Brauchen wenig Platz - sind dafür aber evtl. "Umfallgefährdet". Die Bildschirmgröße ist hier größer als bei CRT's - ein 15"-TFT-Monitor entspricht einem 17"-CRT.
  • Verbrauchen wenig Strom - Netzteile sollten aber integriert und nicht extern sein.
  • Erzeugen keine nennenswerte Abwärme.
  • Wesentlich weniger Alterungserscheinungen, die den TFT-Monitoren wohl ein doppelt so langes Leben beschehren werden.
  • Klares, stabiles Bild ohne Flimmern, wenn Sie über einen digitalen Anschluss (DVI-D) verfügen. TFTs ohne diesen Anschluß sollte man heute nicht mehr anschaffen - auch wenn die passenden Grafikkarten erst später beschafft werden!

Und folgende Nachteile:
  • Immer noch teurer als vergleichbare CRT-Monitore.
  • Nur gute und damit sehr teure Geräte haben einen ähnlich großen Betrachtungswinkel. Ansonsten ist der Betrachtungswinkel sehr eingeschränkt und manchmal kann nur ein Schüler an einem Arbeitsplatz sitzen. Als Lehrer hat man dann kaum noch die Möglichkeit aus der Ferne einen Blick auf den Monitor zu werfen. Beim "Probesehen" also darauf achten!
  • Der TFT ist für eine bestimmte Auflösung optimiert - alle anderen Auflösungen müssen durch Interpolation mit mehr oder weniger Qualitätseinbußen dargestellt werden.
  • Besonders bei billigen Geräten sind Wischeffekte bei schnellem Bildwechsel (Spiele, Videos) erkennbar.
  • Bei ungeschützten Displayoberflächen können evtl. Fingerabdrücke zum Problem werden: mit einem feuchten Lappen verschmiert man den Schmutz ohne ihn vollständig zu beseitigen. Auch hier gibt es aber TFTs mit Glasoberfläche, welche dann dieselben Eigenschaften wie bei den CRTs haben. Bislang habe ich aus Schulen mit TFTs aber noch keine diesbezüglichen Probleme gehört. Außerdem können die meisten TFTs heute mit normalem Glasreiniger gereinigt werden.
  • Noch nicht 100% ausgereift - Pixelfehler werden über eine Norm erlaubt.



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-- unbekannt