TweakUI - Ein kleines, nützliches Tool

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Nutzen von TweakUI

Die Oberfläche von TweakUI gestaltet sich wie ein normales Programm - die Änderungen, welche Sie hier vornehmen, werden aber nach einem Klick auf "OK" oder "übernehmen" direkt in die Registry von Windows eingetragen. Manchmal ist allerdings ein Reboot des Rechners nötig, damit die Änderungen auch wirksam werden - Windows informiert Sie, sobald dies notwendig wird.
Wir wollen uns nun einmal exemplarisch einige interessante Einstellungen ansehen, die im Schulalltag nützlich sein könnten.

Paranoia

Paranoia

Hier können Sie alles anwählen - der nächste Schüler braucht nicht zu wissen, was der Vorbenutzer am Rechner getan hat. Wenn Sie Fragen zu einem Parameter haben, dann klicken Sie ihn einfach mit der rechten Maustaste an und wählen "What's This?" - ein wenig Englisch sollte nicht weh tun.

Boot

Boot

Hier wird einerseits das automatische überprüfen der Festplatten (Scandisk) während der Startphase deaktiviert und außerdem den Schülern die Möglichkeit genommen, den normalen Start von Windows abzubrechen. Wer das Wolkenlogo beim Starten von Windows nicht sehen möchte, darf hier selbstverständlich "Display splash screen while booting" (so wie hier gezeigt) deaktivieren.

IE

IE

In diesem Abschnitt wird jetzt primär der "Active Desktop" von Windows ausgeschaltet - bei unseren Rechnern verbrauchte er nur Netzwerkbandbreite und wurde zu gerne für irgendwelche Spielereien mißbraucht. Außerdem können hier die im Internet Explorer gespeicherten URL-Einträge gelöscht werden.

My Computer

My Computer

Hier können einerseits bestimmte Laufwerke (z.B. Diskettenlaufwerke) in Arbeitsplatz und Explorer ausgeblendet werden und andererseits lassen sich hier für jeden Schüler bestimmte Standardverzeichnisse (Special Folders) anpassen. Diese Ordner müssen vorher existieren und dürfen nicht mehrfach vergeben werden. Wenn Sie also (was sehr empfehlenswert ist) die Pfade zu den "Eigenen Dateien" der Schüler auf Netzlaufwerke verbiegen möchten, sollten Sie sicherstellen, dass neu angelegte Schüler diese Verzeichnisse auch bekommen! Bei einem normalen Linux-Server wird beim Anlegen eines neuen Nutzers dazu das Verzeichnis /etc/skel als Vorlagenverzeichnis genommen: Sie sollten also sämtliche Dateien und Verzeichnisse von einem "Musterschüler" in dieses Verzeichnis auf dem Server kopieren. Dann hat ein neu angelegter Nutzer automatisch sämtliche nötigen Verzeichnisse.
Einige interessante Möglichkeiten:
  • Der Desktop und das Startmenü läßt sich in einen Ordner auf ein für Schüler schreibgeschütztes Laufwerk auf dem Server (z.B. hier das Laufwerk S:\vorlagen) legen und somit könnten nur noch Lehrer oder der Administrator das Startmenü oder den Desktop ändern. Dieses Vorgehen empfielt sich bei Schulen, welche die PCs als Mittel zum Zweck einsetzen - hier kommt es primär darauf an, dass alle Schüler den Anweisungen des Lehrers zügig folgen können.
  • Natürlich können Sie den Schülern auch mehr "Komfort" gönnen und die Pfade auf das Homeverzeichnis der Schüler auf dem Server legen. Damit hat jeder Schüler die Möglichkeit, sich ein eigenes Startmenü und einen eigenen Desktop anzulegen - also serverbasierte Profile wie bei den neuesten Windows-Versionen. Achten Sie aber darauf, dass die Schüler dann auch dazu angehalten werden, selbst "Ordnung" in Ihrem Homeverzeichnis zu halten: die einzige Bedingung, die Sie aus pädagogischer Sicht stellen sollten ist, das ein bestimmtes Programm ohne Probleme von den Schülern aufgerufen werden kann. Alles andere ist Geschmackssache und sollte - ähnlich wie die Farbe des Schulheftes oder des Ranzens - dem Schüler selbst überlassen bleiben.
    Ein Hintergrundbild oder eine größere Datei anstelle einer Verknüpfung auf dem Desktop führt übrigens zu einer stärkeren Belastung des Netzwerks: sollte sich ein einzelner Schüler über die lange Anmeldedauer beklagen, machen Sie ihn ruhig darauf aufmerksam, dass diese lange Anmeldedauer durchaus an ihm selbst liegen kann.
    Außerdem sollten Sie sich rechtzeitig überlegen, wie Sie die Schüler auf neue Programme aufmerksam machen - dies ist bei einem "zentralen" Startmenü noch einfach: Änderungen wirken sich auf alle neu angemeldeten Nutzer aus. Bei persönlichen Profilen und Startmenüs sollten Sie ein spezielles Laufwerk bzw. Verzeichnis für solche Fälle "reservieren": dort finden alle Nutzer Links zu sämtlichen Programmen und können so ggfs. ihr eigenes Startmenü vervollständigen.
  • Auch die Favoriten, Eigenen Dateien, die bearbeiteten Dokumente (Recent) und der Autostart-Ordner können nach belieben angepaßt werden - die "Eigenen Dateien" sollten sogar unbedingt auf dem Heimatverzeichnis des Nutzers (z.B. in H:\privat) liegen.



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Ich sach mal so: Windows hat unzählige Fehler - unter der Oberfläche Linux hat unzählige Fehler - auf der Oberfläche Ausnahmen bestätigen die Regel. Widerrede zwecklos.

-- anonymous